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Baden in der Saale: Verbote an Wehranlagen beachten

24.08.2026

Die Stadt Jena weist darauf hin, dass das Betreten von Wehranlagen an der Saale grundsätzlich verboten ist. In diesen Bereichen besteht akute Lebensgefahr – sowohl durch die technischen Anlagen als auch durch die Strömungsverhältnisse. Das gilt insbesondere unmittelbar oberhalb und unterhalb von Staumauern sowie an Fischaufstiegs- und Turbinenanlagen. Hinweisschilder und Zäune kennzeichnen die gesperrten Bereiche.

Auch Baden ist an Wehranlagen verboten

Wo das Betreten nicht erlaubt ist, darf auch nicht gebadet werden. Die Strömungen können dort unerwartet stark sein und Menschen in gefährliche Situationen bringen. Auch vermeintlich ruhige Bereiche können durch die technischen Anlagen und wechselnde Wasserstände gefährlich werden.

Abseits der Wehranlagen ist das Baden in der Saale grundsätzlich zulässig. Allerdings ist die Saale kein offizielles Badegewässer und wird daher nicht regelmäßig auf ihre Badewasserqualität untersucht. Zudem kann nach starken Regenfällen über Regenüberläufe Abwasser in die Saale gelangen.

Die untere Wasserbehörde Jena untersucht die Wasserqualität einmal jährlich. Die bisherigen Ergebnisse waren unauffällig. Die Untersuchungen sind jedoch nur Momentaufnahmen und können keine dauerhaft gute Badewasserqualität garantieren.

Baden auf eigene Gefahr

Auch außerhalb der Wehranlagen können Verwirbelungen und starke Strömungen auftreten. Wer in der Saale badet, tut dies daher grundsätzlich auf eigene Gefahr. Weder die Stadt Jena, das Land Thüringen noch die Betreiber der Anlagen übernehmen eine Haftung für Badeunfälle.

Als vergleichsweise unproblematische Badestellen im Stadtgebiet gelten der Saalebogen in Jena-Göschwitz auf Höhe des Gewerbegebiets Göschwitz, das Wenigenjenaer Ufer in Jena-Ost sowie die Steinbachmündung in Jena-Löbstedt. Auch dort gilt: Die Saale ist kein offizielles Badegewässer und das Baden erfolgt auf eigene Verantwortung.

Appell an Eltern: Kinder über Gefahren aufklären

Die Stadt Jena bittet Eltern insbesondere darum, ihre Kinder über die Gefahren beim Baden in der Saale aufzuklären und sie entsprechend zu beaufsichtigen.

Mit Sorge beobachtet die Stadt zudem, dass Bäume am Saaleufer zunehmend als Sprungtürme genutzt oder Seilschaukeln daran angebracht werden. Gerade Weiden und andere Ufergehölze können auch ohne sichtbare Schäden plötzlich brechen. Das Klettern und Springen von solchen Bäumen birgt deshalb ein erhebliches Verletzungsrisiko.