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Bürgerbudget macht Wissenschaft sichtbar

05.06.2026

An drei Fußgängerampeln in Jena sind künftig besondere grüne Ampelsymbole zu sehen: Statt des üblichen Ampelmännchens zeigt das grüne Signal ein laufendes Mikroskop. Die neuen Symbole wurden im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt Jena umgesetzt und greifen die Bedeutung Jenas als Wissenschafts- und Forschungsstandort auf.

Zu finden sind die wissenschaftlichen Ampelmännchen an den folgenden Standorten:

•    Fürstengraben / Zwätzengasse (Nähe Universitätshauptgebäude)
•    Carl-Zeiss-Promenade / Lichtenhainer Straße (Nähe Ernst-Abbe-Hochschule)
•    Winzerlaer Straße / Hermann-Löns-Straße (Nähe Beutenbergcampus)

Das rote Fußgängersignal bleibt unverändert. Ausschließlich das grüne Signal wurde durch die neue Symbolik ersetzt. Der Kommunalservice Jena konnte die Installation erfolgreich programmieren und den Vorschlag des Bürgerbudgets umsetzen.

Wissenschaft als Teil der Gesellschaft

Mit den wissenschaftlichen Ampelmännchen wird ein Bürgerbudget-Vorschlag umgesetzt, der die besondere Identität der Stadt als Forschungs- und Wissenschaftsstandort auf kreative Weise im öffentlichen Raum sichtbar macht. Der Vorschlag erhielt bei der Abstimmung zum Bürgerbudget 291 Stimmen und wurde damit zur Umsetzung ausgewählt. Die Kosten für die Umsetzung belaufen sich auf rund 1.500 Euro.

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche begrüßt die Umsetzung des Vorschlags:

„Jena ist eine Stadt, in der sich Universität und Gesellschaft sehr nahe sind. Die Bevölkerung interessiert sich für wissenschaftliche Themen. So ist es kein Wunder, dass im Rahmen des Bürgerbudgets der Vorschlag eingereicht wurde, in unmittelbarer Nähe zu den Jenaer Hauptstandorten der Wissenschaft, also auch direkt am Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität, seitens der Stadt diese ganz besonderen Ampelmännchen zu installieren. Noch schöner kann man kaum zeigen, wie nahe Stadt und Universität einander sind."

Universitätspräsident Andreas Marx stimmt zu: 

„Wissenschaft findet nicht nur in Laboren, Hörsälen oder Forschungseinrichtungen statt. Die neuen Ampelmännchen sind ein kleines, aber aufmerksamkeitsstarkes Zeichen dafür, wie präsent Wissenschaft in unserer Stadt ist.“

Eingereicht wurde der Vorschlag von Dana Strauß, die sich als Bürgerin, aber auch als Mitarbeiterin an der Universität freut, dass die Idee nun in der Stadt sichtbar wird: 

„Ich finde es klasse, dass wir mit den Wissenschaftsampeln einen kleinen, leuchtenden Moment im Alltag schaffen konnten. Sie erinnern daran, dass Wissenschaft Teil unserer Gesellschaft ist und auf vielfältige Weise mit ihr verbunden bleibt.“

Gelungene Wirkung von Bürgerbeteiligung

Die für Bürgerbeteiligung zuständige Dezernentin Kathleen Lützkendorf sieht in dem Projekt ein gelungenes Beispiel für die Wirkung von Bürgerbeteiligung:

„Bürgerbeteiligung zeigt ihren Wert besonders dann, wenn aus einer Idee konkrete Wirklichkeit wird. Die wissenschaftlichen Ampelmännchen machen sichtbar, was entstehen kann, wenn durch das Bürgerbudget Engagement und kommunale Umsetzung zusammenkommen. Das Bürgerbudget ist ein wichtiges Instrument der Bürgerbeteiligung und wird auch künftig dazu beitragen, gute Ideen aus der Stadtgesellschaft aufzugreifen und sichtbar werden zu lassen.“

Derzeit läuft bereits die Vorschlagsphase des Bürgerbudgets 2026. Noch bis zum 31.07.2026 können Einwohnerinnen und Einwohner neue Ideen und Projekte für Jena einreichen. Informationen dazu gibt es auf der Beteiligungsplattform der Stadt unter mitmachen.jena.de.

Vier Personen an einem Fußgängerüberweg
Universitätspräsident Andreas Marx, Ideengeberin Dana Strauß, Oberbürgermeister Thomas Nitzsche und KSJ-Leiter Uwe Feige weihen das neue Ampelmännchen am Hauptgebäude der Universität ein.