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Buswendeanlage Schlegelsberg wird ab 2027 grundhaft ausgebaut

01.10.2026

Die Buswendeanlage am Schlegelsberg in Wenigenjena soll ab Frühjahr 2027 grundhaft erneuert werden. Der Stadtrat hat dafür in seiner Sitzung am 30.09.2026 die notwendige Finanzierung bestätigt. Insgesamt werden 800.000 Euro ursprünglich für die Maßnahme „Leo-Sachse-Straße“ vorgesehene Mittel für den Ausbau der Buswendeanlage bereitgestellt.

„Mit dem Ausbau der Buswendeanlage schaffen wir bessere und vor allem barrierefreie Bedingungen für die Fahrgäste. Gleichzeitig nutzen wir die Chance, die Arbeiten mit weiteren Vorhaben der Stadtwerke Jena und des Zweckverbandes JenaWasser zu koordinieren. Das ist für die Anwohnerinnen und Anwohner sinnvoll, weil dadurch mehrere notwendige Arbeiten gebündelt werden können“, sagt Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jena.

Baubeginn im Frühjahr 2027 geplant

Die Stadt Jena, der Zweckverband JenaWasser und die Stadtwerke Jena Netze setzen am Schlegelsberg eine Reihe von notwendigen Arbeiten gemeinsam um. Über die Erneuerung der Buswendeanlage hinaus werden im oberen Teil der Berthold-Delbrück-Straße bis zur Eugen-Diederichs-Straße auch Leitungs- und Straßenbauarbeiten realisiert. 

„Wir haben 2025 im unteren Abschnitt der Berthold-Delbrück-Straße damit begonnen, eine störanfällige Trinkwasserleitung zu erneuern. Das war dringend notwendig, weil es hier immer wieder zu Rohrbrüchen mit Versorgungsunterbrechungen gekommen ist“, erläutert Jürgen Hofmann, Verbandsvorsitzender von JenaWasser. „Ähnlich dringender Handlungsbedarf besteht im weiteren Verlauf der Berthold-Delbrück-Straße. Trotzdem haben wir unsere Arbeiten ins Jahr 2027 verschoben, um gemeinsam mit der Stadt Jena bauen zu können. So wollen wir die fraglos vorhandenen Einschränkungen für die Menschen im Quartier auf das absolut nötige Maß begrenzen.“ 

Umgestaltung der Buswendeanlage

Seitens der Stadt Jena ist es vorgesehen, die Buswendeanlage grundhaft auszubauen und die Haltestelle Schlegelsberg barrierefrei umzugestalten. Gleichzeitig sollen bauliche Defizite der gesamten Wendeanlage beseitigt werden. Die Stadtwerke Jena Netze errichten im Bereich der Wendestelle zudem eine neue Trafostation. Damit die Bauarbeiten im März 2027 beginnen können, wird die Ausschreibung der Bauleistungen bereits heute (01.10.2026) veröffentlicht. Ziel ist es, die Buswendeanlage bis Herbst 2027 fertigzustellen. 

Anschließend gehen die koordinierten Bauarbeiten von Zweckverband JenaWasser, Stadtwerken Jena Netze und Kommunalservice Jena im östlichen Teil der Berthold-Delbrück-Straße weiter. Vorgesehen ist die Erneuerung der störanfälligen Trinkwasserleitung, von Abwasserkanälen, Gas- und Stromleitungen. Seitens der Stadt Jena ist eine Deckensanierung der Straße geplant. Insgesamt werden die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten bis Ende 2029 andauern. Erschwert werden die Arbeiten durch die beengten Straßenverhältnisse im Quartier. 

Der Ortsteilrat Wenigenjena wurde über das Vorhaben und den vorgesehenen Zeitplan bereits informiert. Auch die Auswirkungen auf die Führung der Buslinie 14 werden dabei berücksichtigt.

Keine Fördermittel für 2027

Ursprünglich hatte die Stadt für den Ausbau rund 450.000 Euro Fördermittel beim Freistaat Thüringen beantragt. Die Stadt wurde im August darüber informiert, dass die Maßnahme im Förderprogramm 2027 nicht berücksichtigt wird.

Eine Verschiebung und erneute Anmeldung für das Förderprogramm 2028 wird von den Projektpartnern nicht als sinnvoll angesehen. Zum einen ist eine Förderung erfahrungsgemäß nicht sicher, zum anderen ist die Umsetzung ab 2027 für die weiteren Ausbaupläne von Stadtwerken und Zweckverband in Wenigenjena wichtig.

Um den geplanten Baubeginn dennoch abzusichern, werden deshalb 800.000 Euro aus dem Investitionsvorhaben „Leo-Sachse-Straße“ in das Vorhabenkonto für Bushaltestellen des Kommunalservice Jena übertragen. Die Mittel für den Ausbau der Leo-Sachse-Straße werden zu einem späteren Zeitpunkt benötigt: Der grundhafte Ausbau dieser Straße soll nach Abstimmung mit den Versorgungsträgern voraussichtlich erst 2028/2029 als koordinierte Maßnahme erfolgen.