Endspurt beim Jenaer Fassadenpreis – Interview mit Dezernent Dirk Lange
Der Endspurt läuft: Noch bis Ende September haben Bauherren Zeit, sich mit ihren Neubau- oder Sanierungsobjekten im Stadtgebiet Jenas für den Fassadenpreis 2026 zu bewerben. Der Preis würdigt bereits seit 1993 besonders vorbildliche Sanierungs- und Gestaltungsleistungen und macht das Engagement von Bauherren, Handwerksbetrieben und Planungsbüros für ein hochwertiges Jenaer Stadtbild sichtbar.
Anlässlich der laufenden Bewerbungsfrist erläutert Dezernenten für Stadtentwicklung und Umwelt, Dirk Lange, die Bedeutung des Fassadenpreises, die Entwicklung energieeffizienter Sanierungen und die Bewerbungsmöglichkeiten im Interview:
Dezernent Dirk Lange im Interview
Welchen Stellenwert hat der Fassadenpreis für Sie und wo ordnet er sich in städtische Initiativen ein?
Der Fassadenpreis ist aus meiner Sicht beispielhaft dafür, wie private Initiative und Ziele der Stadtentwicklung zusammen gehen und Positives bewirken können, das letztlich Allen zugutekommt, weil Bauherren und Mitwirkende Wertschätzung erfahren und beispielhafte Beiträge zum Stadtbild besonders gewürdigt werden. Er ist damit Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements und seit 34 Jahren ein wesentlicher Beitrag innerhalb der Jenaer Stadtgesellschaft.
Wie hat sich der Fassadenpreis entwickelt und welche Rolle kommt den Sponsoren dabei zu?
Der Fassadenpreis hat bisher konstante Teilnehmerzahlen aufgewiesen, die sich in der Regel etwa zwischen 10 und 20 Bewerbern bewegte. Dabei spielen die jeweiligen Rahmenbedingungen, zum Beispiel die bauliche Konjunktur, eine Rolle. Die Sponsoren tragen den Fassadenpreis konstant seit vielen Jahren. Ohne deren Engagement würden wir nicht auf dieses Erfolgsmodell verweisen können. Für die finanziellen Beiträge und Sachleistungen, aber besonders das über viele Jahre feststellbare persönliche Engagement unserer Sponsoren, möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. Mit ihrer Hilfe gelingt es uns jedes Jahr, ein Preisgeld auszuloben, dass sich seit vielen Jahren um die 10.000 Euro bewegt.
Seit 2009 gibt es neben dem Fassadenpreis auch einen Sonderpreis für Energieeffizienz. Wie schätzen Sie die Entwicklungen in diesem Bereich ein?
Die Resonanz ist hervorragend. Wir sehen das an zwei klaren Trends: Zum einen an den insgesamt stark gestiegenen Teilnehmerzahlen seit 2009. Zum anderen freuen wir uns über immer mehr Bewerbungen aus dem Gewerbe, das sich hier zunehmend als treibende Kraft für energieeffiziente Lösungen präsentiert.
Wie und bis wann kann man sich noch für den diesjährigen Fassadenpreis bewerben?
Wer seine Fassade saniert hat oder die Sanierung gerade abschließt, kann sich noch bis Ende September bei der Stadt Jena bewerben, die den gesamten Prozess auslobt und moderiert. Die Fertigstellung des Vorhabens muss dabei nicht in diesem Jahr liegen. Die einfachste Art der Bewerbung ist das Ausfüllen des Online-Formulars auf der städtischen Homepage und das Beifügen aussagekräftiger Fotos. Gern unterstützt der Fachdienst Stadtplanung bei Rückfragen. Ich ermuntere an dieser Stelle die Bauherren, einen Beitrag einzureichen. Damit erhält man eine Einschätzung und Wertschätzung durch die Fachjury und hat als Preisträger die Chance auf öffentliche Anerkennung und ein Preisgeld. Einen besonderen Höhepunkt bildet immer die sehr feierliche öffentliche Preisverleihung zum Ende des Jahres, zu der ich jede und jedermann einladen möchte, der Interesse an der Jenaer Stadtentwicklung hat.
Weitere Informationen
Die Bewerbungsunterlagen sind online verfügbar.bewerben.
Rückfragen sind beim Fachdienst Stadtplanung unter 03641 49-5229 oder fassadenpreis@jena.de möglich.
Die diesjährige feierliche Preisverleihung findet am 14.12.2026 im historischen Rathaus statt.