Flussthermie und mehr: Klimaneutrale Fernwärme für Jena
Der nächste BürgerEnergieTreff widmet sich am Donnerstag, 07.05.2026 ab 19.30 Uhr dem Weg Jenas hin zur klimaneutralen Fernwärmeversorgung. Zu der Veranstaltung im Plenarsaal des historischen Jenaer Rathauses laden die Stadtverwaltung Jena und die BürgerEnergie Jena eG alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Vorgesehen sind zwei Vorträge, anschließend besteht ausreichend Zeit für Nachfragen und Diskussionen.
Das bundesdeutsche Wärmeplanungsgesetz sieht vor, dass Wärmenetze bis 2030 zu einem Anteil von 30 Prozent aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme erzeugt werden müssen. Wie die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck dieses Ziel erreichen wollen, berichtet Vertriebsleiter Udo Weingart in seinem Vortrag. Geplant ist u.a. die Nutzung der Abwärme aus der Zentralkläranlage in Jena-Zwätzen. Das sogenannte Projekt ANIKA sieht vor, die Restwärme des Nachklärbeckens über eine Großwärmepumpe nutzbar zu machen und im Norden der Stadt in das Fernwärmenetz einzuspeisen.
Ergänzend werden Optionen geprüft, die Fernwärme mittels Fluss- oder Geothermie sowie in Kraft-Wärme-Kopplung auch aus Wasserstoff emissionslos zu erzeugen. Insbesondere die Planung für eine mögliche Flussthermie-Anlage durch die TWS Thüringer Wärme Service GmbH ist bereits weit vorangeschritten. Über den aktuellen Stand berichtet Projektmanager Severin Spitz im zweiten Vortrag des Abends. Vorgesehen ist, der Saale im Raum Burgau etwa ein Drittel ihrer Durchflussmenge zu entnehmen, es einer Großwärmepumpe zuzuführen und wenige hundert Meter flussabwärts leicht abgekühlt wieder in die Saale einzuleiten.
Weitere Themen
Weitere Themen des Abends werden sein, wie durch eine Absenkung der Betriebstemperaturen im Fernwärmenetz, durch intelligente Steuerung und weitere Maßnahmen das Wärmesystem insgesamt effizienter betrieben und somit die Wärmekosten für die Kunden stabilisiert oder langfristig sogar reduziert werden können.