Foodsharing-Café: Stadt Jena unterstützt Format weiter
Die Stadt Jena unterstützt zum zweiten Mal die Initiative fairwertbar e.V. Der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Foodsharing-Gruppe Jena und ihr Format des Foodsharing-Cafés mit 3.600 Euro zu fördern. Damit würdigt die Stadt das konkrete Engagement und das Projekt, welches einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung zentraler kommunaler Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Bildung und soziale Teilhabe leistet und zugleich das zivilgesellschaftliche Engagement in der Jena stärkt.
„Die foodsharing Gruppe Jena und das Format des Foodsharing-Cafés verbinden ganz praktischen Klimaschutz mit sozialem Engagement. Hier werden Lebensmittel gerettet, Wissen vermittelt und Begegnungsräume geschaffen. Solche Projekte zeigen, wie Nachhaltigkeit und Zusammenhalt in unserer Stadt konkret gelebt werden“, betont Lars Liebe, Fachdienstleiter Stadtentwicklung der Stadt Jena.
Der Verein, hervorgegangen aus der Initiative foodsharing Jena und dem Reparier-Café, engagiert sich seit vielen Jahren aktiv gegen Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung. Neben regelmäßigen Lebensmittelrettungsaktionen organisiert er öffentliche Lebensmittelausgaben sowie Bildungs- und Informationsveranstaltungen zu nachhaltigem Konsum und Ressourcenschonung.
Mit der bewilligten Förderung sollen bewährte Strukturen verstetigt und weiter ausgebaut werden. Geplant sind regelmäßige Vorträge, Filmreihen und Workshops, um eine breitere Öffentlichkeit für nachhaltiges Handeln und klimaschonende Ernährung zu sensibilisieren. Die wöchentlichen Lebensmittelausgaben werden fortgeführt. Auch die Gewinnung und langfristige Einbindung neuer Ehrenamtlicher ist ein zentrales Ziel.
Das Format des Foodsharing-Cafés wird im Treffpunkt am Fichteplatz in Jena-Süd weitergeführt – einem etablierten Ort der nachbarschaftlichen Begegnung. Die enge Zusammenarbeit mit bestehenden Initiativen im Stadtteil schafft Synergien und ermöglicht eine effektive Nutzung vorhandener Ressourcen. Die offenen und kostenfreien Angebote fördern die Teilhabe unabhängig von Einkommen oder Herkunft und stärken den sozialen Zusammenhalt.