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Gries soll zur klimaangepassten Freizeit- und Erholungsoase werden

02.07.2026

Der Gries soll in den kommenden Jahren deutlich aufgewertet werden. Der Stadtrat hat gestern (01.07.2026) in seiner Sitzung beschlossen, eine Interessenbekundung für das Bundesförderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel" einzureichen. Ziel ist es, Bundesmittel für die geplante Neugestaltung des Bereichs am östlichen Saaleufer zu erhalten.

Mit dem Vorhaben möchte die Stadt den Gries zu einem attraktiven Frei- und Erholungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität entwickeln. Geplant sind unter anderem neue Sitzmöglichkeiten, Spielangebote, zusätzliche Bäume und Grünflächen sowie eine verbesserte Anbindung für den Fuß- und Radverkehr. Versiegelte Flächen sollen teilweise entsiegelt und klimaangepasst umgestaltet werden.

„Die Planungen reihen sich in die bereits erfolgten Umgestaltungen am Saaleufer ein. Nach der Neugestaltung der Landfeste und des Wenigenjenaer Ufers soll nun auch der Gries zu einem Ort werden, der Erholung, Bewegung und Klimaanpassung miteinander verbindet. Mehr Grün, zusätzliche Bäume und neue Aufenthaltsangebote werden die Lebensqualität an der Saale spürbar erhöhen und gleichzeitig dazu beitragen, die Folgen zunehmender Hitze in der Stadt abzumildern", sagt Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt.

Für Umwelt, Klima und Freizeit

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer klimaresilienten Freifläche. Geplant sind neue Grüninseln und Baumpflanzungen, die das Mikroklima verbessern und zur biologischen Vielfalt beitragen. Auch das Regenwasser soll künftig stärker vor Ort genutzt und über Grünflächen in die Saale geleitet werden.

Darüber hinaus ist auf einem Teil des heutigen Parkplatzes eine befestigte Multifunktionsfläche vorgesehen, die für verschiedene Rollsportarten wie Skateboarden, Inline-Skaten sowie Roller- und Fahrradfahren genutzt werden kann. Kinder und Jugendliche wurden bereits in die Planung einbezogen. Die Fläche soll zudem Raum für Veranstaltungen wie Feste oder Flohmärkte bieten.

Ergänzend ist ein Funktionsgebäude mit öffentlichen Toiletten und einer Trinkwasserentnahmestelle geplant. Es soll insbesondere Rad- und Wasserwandernden zugutekommen und die touristische Infrastruktur entlang der Saale stärken.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Die Gesamtkosten für Planung und Bau werden derzeit auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Mit der Bewerbung um das Bundesprogramm prüft die Stadt eine zusätzliche Fördermöglichkeit, die einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten ermöglichen würde.

Die nun beschlossene Interessenbekundung ist der erste Schritt und noch nicht mit einer finanziellen Verpflichtung verbunden. Erst bei einer erfolgreichen Auswahl durch den Bund würde die Stadt einen förmlichen Antrag stellen. Über die konkrete Planung und Finanzierung entscheidet der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt. Sofern die Fördermittel bewilligt werden und die Finanzierung gesichert ist, könnte die bauliche Umsetzung ab 2028 beginnen.