Großes Interesse an Ausstellung zu Kinderrechten
Die gerade beendete Ausstellung „Kinder haben Rechte“ in der Goethe-Galerie ist auf großes Interesse gestoßen: In den drei Wochen der Schau besuchten rund 830 Kinder die kostenfreie Mitmach-Ausstellung. Die jüngsten waren im Vorschulalter, die ältesten 12 Jahre alt. 14 Schulklassen und 27 Kindergartengruppen nutzten das Angebot. Rund 200 Fachkräfte – Lehrkräfte, (Schul-)Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Horterzieherinnen und -erzieher, pädagogische Fachkräfte aus den Kitas sowie Kindertagespflegepersonen – statteten der Ausstellung mit Kindern oder als Fachteams einen Besuch ab.
Mitmach-Stationen besonders beliebt
Acht Mitmach-Stationen luden dazu ein, Kinderrechte spielerisch zu entdecken.
„Besonders beliebt waren die interaktiven Angebote“,
berichtet Yvonne Hoyer-Bachmann vom Fachdienst Jugendhilfe, die zusammen mit Sandra Wiegand-Neumann und Christian Keppler vom Fachdienst Jugend und Bildung die Projektleitung übernommen hatte. Unter dem Stichwort „Recht auf gesunde Entwicklung“ konnten die Kinder beispielsweise eine eigene gesunde Brotbüchse zusammenstellen, zum „Recht auf Privatsphäre“ wurden kreative Türschilder fürs eigene Kinderzimmer gebastelt.
„Erstaunlich war, wie präzise viele Kinder ihre Rechte benennen konnten“,
so das Organisatorenteam.
Bilder, Spielmaterialien und Geschichten veranschaulichten die einzelnen Rechte auf kindgerechte Weise, ein Audiosystem begleitete die Stationen. An einer Wand, an der Kinder mit Aufklebern die für sie wichtigsten Rechte markieren konnten, wurden das Recht auf Spiel und Freizeit und das Recht auf Schutz vor Gewalt am häufigsten genannt.
Gemeinschaftsprojekt mit zahlreichen Beteiligten
Die Ausstellung war eine Leihgabe des „Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ (BMBFSFJ). Die Umsetzung in Jena wurde durch die finanzielle Unterstützung der Auridis Stiftung ermöglicht. Während der Ausstellung waren zahlreiche Teams aus der Stadtverwaltung und Vertreter von lokalen Beratungsangeboten und Netzwerkpartnern vor Ort und beantworteten Fragen von Bürgerinnen, Bürgern und Familien.
„Mein herzlicher Dank geht an alle, die zum Gelingen dieses wichtigen Projekts beigetragen haben“,
sagt Bildungsdezernent Johannes Schleußner.
„Das große Interesse – sowohl bei Kindern als auch bei Familien und Fachkräften – zeigt, welch hohen Stellenwert das Thema in Jena hat. Die Ziele, Kindern Wissen über ihre Rechte zu vermitteln und gleichzeitig Erwachsene für ihre Verantwortung zu sensibilisieren, konnten auf diese Weise hervorragend umgesetzt werden.“