Jena bewirbt sich um Fördergelder für Sportplatzsanierung
Der Sportplatz Winzerla und der Kunstrasenplatz 5a in der Oberaue sollen saniert werden. Mit dem Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) hat die Stadt Jena sich dafür beim Bundesprogramm »Sanierung kommunaler Sportstätten« beworben. Die entsprechenden Projektskizzen wurden im Januar fristgerecht eingereicht, der Stadtrat hat diesen Schritt in seiner jüngsten Sitzung gebilligt.
»Die Teilnahme an dem Förderprogramm ist ein weiterer Schritt, um diese beiden kommunalen Sportplätze nachhaltig zu sanieren und zukunftsfähig aufzustellen. Damit investieren wir gezielt weiter in den Erhalt unserer Sportinfrastruktur und schaffen bessere Bedingungen für Vereine, Schulen und alle sportlich Aktiven in unserer Stadt«, erklärt Beate Wachenbrunner, Werkleiterin von KIJ. »Und ich freue mich, dass der Stadtrat dies einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen hat.«
Im Fokus: Wichtige Orte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Der Deutsche Bundestag hatte im Haushalt 2025 333 Millionen Euro für das Bundesprogramm »Sanierung kommunaler Sportstätten« bereitgestellt. Dieses soll Städte und Gemeinden dabei unterstützen, wichtige Orte des Zusammenlebens zu sanieren. Für die mit 2,6 Millionen Euro veranschlagte Sanierung des Sportplatzes Winzerla wurden Fördermittel in Höhe von 1,17 Millionen Euro beantragt. Für den Kunstrasenplatz 5a in der Oberaue mit Gesamtkosten von 670.000 Euro liegen die beantragten Fördermittel bei rund 300.000 Euro. Auf beiden Sportplätzen sind vor allem Sportvereine und Freizeitsportler aktiv. Der Platz in Winzerla (Sprint- und Weitsprunganlage) wird außerdem von der Grundschule Friedrich-Schiller genutzt. Mit der Sanierung des Platzes soll zusätzlich eine öffentlich nutzbare Calisthenics-Anlage (Fitnesstraining) entstehen.
Im Bundesprogramm sollen vor allem Sportstätten mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung gefördert werden, die in der Kommune eine wichtige Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration spielen. Nicht gefördert werden hingegen Einrichtungen, die überwiegend für den Spitzensport oder den professionellen Sport genutzt oder gewerblich betrieben werden.
»Sport ist ein essenzieller Faktor für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und aktiviert und mobilisiert sehr viele Menschen in unserer Stadt. Ich bin deshalb froh, dass wir die Mittel des Bundes nutzen wollen, um die bereits sehr guten Sportangebote unserer Stadt auszubauen und zu sanieren. Für die schnelle Bearbeitung bei der kurzfristigen Einreichung der Anträge gilt den beteiligten Kolleginnen und Kollegen großer Dank«, betont Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Jena. Die Sportlandschaft in Jena gezielt weiterzuentwickeln und dabei die Bedürfnisse der Vereine, des Freizeitsports und der Stadtgesellschaft gleichermaßen im Blick zu behalten, sei daher eine bedeutende Aufgabe.
Ausblick: Wie die nächsten Schritten aussehen
Bis voraussichtlich Ende März / Anfang April wird das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Projekte auswählen und im nächsten Schritt Koordinierungsgespräche führen. Im Anschluss – voraussichtlich bis Ende Mai – wird dann der offizielle Antrag gestellt. Mit einem Zuwendungsbescheid könnte – wenn die Entscheidung für ein Jenaer Projekt ausfällt – im September gerechnet werden.
Sollte die Sanierung des Sportplatzes in Winzerla bzw. des Platzes 5a in der Oberaue beim Bundesprogramm keine Berücksichtigung finden, werden sich KIJ und Stadt Jena um ein anderes Förderprogramm bemühen wie beispielsweise die Sportstättenbauförderung vom Land, um diese kostenintensive Maßnahme umsetzen zu können.
Zum Förderprogramm:
Die Zuwendungen werden vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen vergeben. Die Anforderungen an eine Förderung sind hoch (beispielsweise muss bei der Sanierung von Gebäuden eine hohe Stufe der Energieeffizienz erreicht werden). Der Zweck ist zudem über einen Zeitraum von 20 Jahren gebunden. Die eingereichten Projekte müssen spätestens bis Ende 2031 abgeschlossen sein.