Jenaer Stadtspitze verurteilt Anschlag im Umfeld des Berliner CSD
Die gesamte Stadtspitze der Stadt Jena verurteilt den Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day in Berlin aufs Schärfste. Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, Bürgermeister Benjamin Koppe sowie die Dezernentin und Dezernenten Kathleen Lützkendorf, Johannes Schleußner und Dirk Lange treten geschlossen für Vielfalt, Menschenwürde und ein friedliches Zusammenleben ein.
Am Samstagabend, 25. Juli 2026, wurden im Berliner Tiergarten mehrere Menschen mit einem Fahrzeug angefahren und weitere Personen mit Stichwaffen verletzt. Eine Frau wurde getötet, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Tatablauf dauern an.
Als Zeichen der Trauer um die Getötete, des Mitgefühls mit den Verletzten und der Solidarität mit der queeren Community setzt die Stadt Jena ihre Flaggen auf Halbmast.
Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe erklärt stellvertretend für die gesamte Stadtspitze: „Unsere Gedanken sind bei der getöteten Frau, ihren Angehörigen und Freunden sowie bei allen Verletzten und den Menschen, die diesen Angriff miterleben mussten. Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl. Dass Menschen im Umfeld eines Christopher Street Day Opfer einer solchen Gewalttat werden, erschüttert uns zutiefst. Unabhängig von dem noch abschließend zu klärenden Tatmotiv ist klar: Einschüchterung, Hass und Gewalt, gleich aus welchen extremistischen Motiven, auch aus religiös motiviertem Extremismus und insbesondere Islamismus, dürfen niemals darüber entscheiden, ob Menschen sichtbar, frei und selbstbestimmt leben können. Jena steht an der Seite der queeren Community. Wir werden nicht nachlassen, Vielfalt, Menschenwürde und das friedliche demokratische Miteinander zu schützen.“
Wie breit diese Haltung in Jena getragen wird, zeigte der Christopher Street Day am 20. Juni 2026. Rund 4.000 Menschen zogen friedlich durch die Jenaer Innenstadt und setzten sich für Vielfalt, Gleichberechtigung und Akzeptanz ein. Der CSD war damit erneut der größte seiner Art in Thüringen.
Die Stadtspitze steht gemeinsam für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Der Anschlag in Berlin macht deutlich, wie wichtig es bleibt, jeder Form von Hass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt entschlossen entgegenzutreten und sich schützend vor diejenigen zu stellen, die Ziel von Ausgrenzung oder Bedrohung werden. Die Stadt Jena bekennt sich deshalb weiterhin klar zum Schutz der Menschenwürde, zur Freiheit jedes Einzelnen und zum friedlichen demokratischen Miteinander.
Die Stadt Jena dankt den Einsatzkräften, Rettungsdiensten sowie allen Helferinnen und Helfern, die nach der Tat in Berlin Verletzte versorgt und den Betroffenen beigestanden haben.
Der Christopher Street Day erinnert an den jahrzehntelangen Einsatz queerer Menschen für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz. Die Stadt Jena betrachtet den Schutz vor Diskriminierung sowie ein respektvolles und friedliches Zusammenleben als unverzichtbare Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. Die Halbmastbeflaggung steht dabei für Trauer, Anteilnahme und das gemeinsame Eintreten gegen Hass und Gewalt.