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JenTower stärkt Jenas digitales Funknetz

09.04.2026

Jena treibt den Ausbau digitaler Infrastruktur weiter voran: Hoch über den Dächern auf dem JenTower wurden zwei neue Funkanlagen (sogenannte Gateways) installiert. Dadurch ist das spezielle Funknetz LoRaWAN im Stadtgebiet nun nahezu flächendeckend verfügbar. Insgesamt sind damit nun 15 Anlagen in Jena im Einsatz. So werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um verschiedene Smart-City-Anwendungen weiter zu entwickeln – insbesondere dort, wo Sensoren ohne Stromanschluss Daten erheben.

„Mit den neuen Gateways haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: Wir schaffen digitale Infrastruktur, die im Hintergrund läuft – aber nach außen für die Bürger:innen spürbaren Nutzen bringt. Von smarter Bewässerung der Stadtbäume bis zu effizienteren Abläufen bei der Leerung von Müllcontainern“, so Dorothea Prell, Gesamtprojektleiterin Smart City Jena.

LoRaWAN – ein Funknetz für kleine Sensoren mit großer Wirkung

LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network und ist ein Funknetz, das Daten über große Entfernungen senden kann und dabei sehr wenig Energie verbraucht. Es eignet sich besonders für smarte Anwendungen, bei denen Daten über Sensoren generiert und verarbeitet werden. Typische Einsatzfelder sind die Erfassung von Bodenfeuchte, Wetterdaten, Pegelständen sowie Füll- oder Zählerständen. Die neuen Anlagen auf dem JenTower sorgen dafür, dass diese Daten nun in fast ganz Jena zuverlässig übertragen werden können..

Konkrete Anwendungen: von Stadtgrün bis Infrastruktur

Ein bereits erprobter Anwendungsfall ist die Messung der Bodenfeuchte, einer Maßnahme„Sensorgestützte Stadtgrünpflege“ im Rahmen des Smart City Projekts Jena. Sensorik hilft hier, Pflege und Bewässerung bedarfsgerechter zu steuern – als datenbasierte Unterstützung im Umgang mit Trockenphasen und Hitzeperioden.

Darüber hinaus sind weitere Anwendungsfelder in Vorbereitung oder perspektivisch geplant. Dazu zählen Wetterstationen, Füllstandssensoren für Müllbehälter, Messungen von Umweltparametern sowie – für die Innenstadt – Passantenfrequenzmessungen. Wo Bewegungsdaten eine Rolle spielen, gilt selbstverständlich: ohne nachvollziehbaren Personenbezug und datenschutzkonform. Wichtig dabei: Es werden keine personenbezogenen Daten erfasst. Der Datenschutz wird vollständig eingehalten.

Warum setzt die Stadt Jena auf dieses Funknetz?

Die Stadt erhebt solche Daten nicht zum Selbstzweck. Sie sollen dort zum Einsatz kommen, wo sie einen konkreten Nutzen stiften, nachhaltigere Entscheidungen unterstützen und Abläufe im Alltag verbessern. Zum Beispiel kann die Stadtgrünbewässerung oder die  Müllentsorgung künftig besser geplant werden. Mit dem Ausbau des Funknetzes entsteht eine digitale Infrastruktur, die den Alltag in Jena spürbar verbessern soll – leiser im Hintergrund, aber mit konkretem Nutzen für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner.