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Nächster Schritt für neues Wohnquartier in Jena-Nord geschafft

02.07.2026

Die Stadt Jena will im Ortsteil Jena-Nord ein neues Wohnquartier ermöglichen. Den Startschuss dafür hat der Jenaer Stadtrat gestern (01.07.2026) mit der Verabschiedung des Einleitungsbeschlusses für den Bebauungsplan B-Lb 05 „Wohnbebauung An der Closewitzer Straße“ gegeben. Ziel ist die Entwicklung eines klimaangepassten und sozial ausgewogenen Wohngebietes auf überwiegend städtischen Flächen nördlich der Closewitzer Straße.

Das rund 16.650 Quadratmeter große Areal wird derzeit unter anderem als Garagenstandort und Freizeitgartenfläche genutzt. Perspektivisch sollen dort mindestens 45 Wohneinheiten entstehen – in die Überlegungen werden Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser einbezogen. Grundlage dafür ist die Wohnbauflächenkonzeption Jena 2035.

„Mit dem neuen Wohnquartier an der Closewitzer Straße schaffen wir die Grundlage für dringend benötigten Wohnraum auf kommunalen Flächen. Gleichzeitig setzen wir auf eine klimaangepasste und qualitätsvolle Entwicklung mit attraktiven Freiräumen und einer guten Anbindung für den Fuß- und Radverkehr“, sagt der Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt. „Damit setzen wir erstmals zentrale Bausteine des Jenaer Baulandmodells Wohnen konkret um.“

Ziele des Bebauungsplans

Der Bebauungsplan soll unter anderem folgende Ziele sichern:

  •     die Entwicklung eines Wohnquartiers mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität,
  •     die klimaangepasste Bauweise,
  •     die Schaffung zusammenhängender Grünflächen,
  •     die Rückhaltung und Nutzung von Regenwasser,
  •     die Sicherung von Fuß- und Radwegeverbindungen sowie
  •     die geordnete verkehrliche Erschließung des Gebietes.

Vorgesehen ist außerdem ein Grünstreifen als Übergang zu den angrenzenden Kleingärten. Zudem sollen notwendige Maßnahmen des Immissions-, Arten- und Naturschutzes im Verfahren berücksichtigt werden.

Jenaer Baulandmodell Wohnen

Die Entwicklung erfolgt im Rahmen des „Jenaer Baulandmodells Wohnen“, das 2024 vom Stadtrat beschlossen wurde. Ziel des Modells ist es, die Entwicklung kommunaler Flächen zu Wohnbauland voranzubringen, um bei der Vermarktung der Baugrundstücke soziale sowie qualitative Kriterien verbindlich zu berücksichtigen. Angestrebt wird unter anderem ein Anteil geförderter Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung.

Städtebaulicher Wettbewerb und öffentliche Beteiligung

Im weiteren Verlauf des Verfahrens ist ein städtebaulicher Wettbewerb vorgesehen. Mehrere Planungsbüros sollen dabei Entwürfe für das neue Quartier erarbeiten. Eine Jury, an der auch die Politik beteiligt sein wird, entscheidet anschließend über den besten Entwurf als Grundlage für die weitere Planung.

Die Öffentlichkeit sowie die zuständigen Behörden werden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens beteiligt. Auch der Ortsteilrat und der Ortsteilbürgermeister von Jena-Nord wurden bereits frühzeitig eingebunden.