25. Jenaer Preis für Zivilcourage
Zivilcourage ist immer und überall gefordert. Jede und jeder kann in die Situation kommen, Courage zeigen zu müssen. Welche Person(en), welche Situation fällt Ihnen dazu ein?
Bis zum 3. Juli 2026 nehmen die Mitarbeitenden von KoKont (Koordinierungsstelle des Jenaer Stadtprogramms und Kontaktbüro des Runden Tischs für Demokratie) Vorschläge für den 25. Jenaer Preis für Zivilcourage entgegen.
Mit diesem Preis werden in Jena seit 2002 jährlich Menschen geehrt, die durch ihr selbstloses Handeln Zivilcourage bewiesen haben. Welche mutigen Aktionen regten Sie zur Diskussion im Freundes- und Familienkreis an oder brachten Sie zum Nachdenken? Senden Sie Ihre Vorschläge mit einer kurzen Begründung per Mail (buero@kokont-jena.de), per Post (Max-Steenbeck-Str. 46, 07745 Jena) oder über die Website (kokont-jena.de) an das Team von KoKont.
Zivilcourage als Grundlage einer menschenrechtsorientierten und offenen Gesellschaft ist gelebte Solidarität. Selbstverständlich ist das Eingreifen, wenn Menschen in Bedrängnis oder gar Bedrohung geraten, ausgegrenzt, diskriminiert oder schlecht behandelt werden, keineswegs. Um aufzustehen, zu widersprechen, sich einzumischen, Öffentlichkeit herzustellen und Hilfe zu organisieren, braucht es Empathie und vor allem Mut. Mögliche negative Konsequenzen und Reaktionen werden dabei dem Wunsch zu helfen untergeordnet.
Anlässlich des 25. Jubiläums des Jenaer Preises für Zivilcourage wird in diesem Jahr zusätzlich ein Sonderpreis für kontinuierliches Engagement für ein demokratisches und gewaltfreies Zusammenleben in Jena ausgelobt. Die Vorschläge für den Sonderpreis können ebenfalls über die oben angegebenen Wege eingereicht werden. Der Sonderpreis ist auch eine Reaktion auf die Beobachtungen der letzten Jahre. Immer wieder wurden Menschen, Initiativen oder Vereine vorgeschlagen, die sich für die demokratische Kultur in Jena einsetzen. Dieses Engagement soll in diesem Jahr explizit gewürdigt werden.
Nicht nur die Menschen der Stadt werden jedes Jahr aufgerufen, sich Gedanken zum Thema zu machen und Vorschläge einzureichen. Auch die lokale Wirtschaft bezieht Position. So ist jedes Jahr ein Unternehmen aus der Region Stifter des Preises.
In diesem Jahr stiftet jenawohnen beide Preisgelder in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Tobias Wolfrum, Geschäftsführer der jenawohnen GmbH, äußert sich dazu wie folgt: „Zivilcourage zeigt sich oft im direkten Lebensumfeld – im Haus und in der Nachbarschaft. Als kommunales Wohnungsunternehmen sehen wir täglich, wie wichtig ein respektvolles Miteinander und gegenseitige Aufmerksamkeit für stabile und lebenswerte Quartiere sind. Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen, leisten einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt. Dieses Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen, ist uns ein großes Anliegen.“
Gemeinsam rufen der Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, KoKont und jenawohnen alle Jenaerinnen und Jenaer auf, Vorschläge zu Personen oder Gruppen einzureichen, die für ihr Handeln ausgezeichnet werden sollen.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche sagt: „Zivilcourage beginnt oft im Kleinen – mit Aufmerksamkeit, mit Empathie und mit der Entscheidung, Verantwortung für andere zu übernehmen. Wer hinsieht, Haltung zeigt und im entscheidenden Moment handelt, stärkt nicht nur einzelne Menschen, sondern auch das Vertrauen in unsere Gemeinschaft insgesamt. Mit dem Preis für Zivilcourage würdigen wir dieses Engagement, das unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar macht und Vorbild für andere ist. Dass wir diese Auszeichnung erneut gemeinsam mit KoKont und den Stiftern verleihen können, unterstreicht, wie wichtig uns allen eine aufmerksame und wachsame Stadtgesellschaft ist.“
Der Preis wird auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit dem Schüler*innen- und Jugendwettbewerb Charlotte-Figulla-Preis verliehen. Die feierliche Veranstaltung findet am 25. September 2026 im Jenaer Rathaus statt.