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Jenas Innenstadt auf dem Weg in die Zukunft

22.05.2026

Stadt Jena stellt Innenstadtvision 2035 vor

Wie sieht die Jenaer Innenstadt in zehn Jahren aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die „Innenstadtvision 2035“, die am 21.05.2026 im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss der Stadt Jena vorgestellt wird. Der Abschlussbericht zeigt, wie sich die Innenstadt zukünftig entwickeln kann: als lebendiger Treffpunkt mit mehr Aufenthaltsqualität, vielfältigen Nutzungen und neuen Ideen für das Leben in der Stadt.

Die Stadt Jena hat das Gutachten Anfang 2024 gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Jena angestoßen. Geleitet wurde das Projekt von den Büros „Stadt + Handel“ und „Die Zukunftsoptimisten“. Mehr als 40 Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft haben sich in Workshops und Interviews eingebracht. Zusätzlich flossen Ergebnisse aus einer Befragung der Bevölkerung, Besucherinnen und Besuchern in die Analyse ein.

Jung, dynamisch und weltoffen

Das gemeinsam entwickelte Leitbild beschreibt die Innenstadt von morgen als „jung, dynamisch und weltoffen“ – mit mehr Raum zum Verweilen, mehr Grün sowie einer guten Mischung aus Handel, Gastronomie, Kultur und Arbeiten. Die Innenstadt soll künftig nicht nur Einkaufsort sein, sondern ein attraktiver urbaner Raum mit eigener Identität.

„Die große Stärke der Innenstadtvision liegt in der breiten Beteiligung. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Innenstadtentwicklung als gemeinsame Aufgabe verstanden wird“, erklärt Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung. „Die Innenstadtvision gibt eine gemeinsame Richtung vor. Sie ist kein fertiger Bauplan, sondern eine Grundlage dafür, wie wir die Innenstadt Schritt für Schritt weiterentwickeln können“, sagt der Dezernent.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Citymanagements. Die Evaluierung bestätigt dessen wichtige Rolle als Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, Wirtschaft sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren der Innenstadt.

Gute Voraussetzungen für Jena

„Innenstädte verändern sich überall in Deutschland. Menschen kommen heute nicht mehr nur zum Einkaufen in die Stadt. Sie wollen Orte erleben, an denen man sich gern aufhält, begegnet und etwas entdecken kann“, erläutert Wilfried Röpke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Jena.

Das Gutachten bescheinigt Jena bereits heute gute Voraussetzungen – etwa durch die kompakte Innenstadt, engagierte Akteure und etablierte Formate. Gleichzeitig wird empfohlen, künftig stärker kulturelle, soziale und erlebnisorientierte Angebote zu fördern. Auch öffentliche Räume und Erdgeschosszonen sollen flexibler genutzt werden können – beispielsweise für Pop-up-Stores, Kulturprojekte oder konsumfreie Aufenthaltsorte. Künftig komme es vor allem darauf an, Akteure besser zu vernetzen und gemeinsame Projekte stärker zu koordinieren.

„Die Innenstadt ist die Visitenkarte einer Stadt. Ihre Entwicklung bleibt deshalb eine gemeinsame Daueraufgabe für Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Handel und Stadtgesellschaft“, resümiert Dezernent Dirk Lange.