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Fachgespräch zur Gesundheits- und Pflegewirtschaft in Jena

25.06.2026

Die Stadt Jena und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena haben am vergangenen Mittwoch gemeinsam zu einem Fachgespräch eingeladen. Thema war, wie internationale Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegebereich gewonnen, integriert und gehalten werden können, und welche Rahmenbedingungen dafür nötig sind.  

Beteiligt waren unter anderen rund 30 Vertreterinnen und Vertreter von ambulanten und stationären Pflegeanbietern wie beispielsweise dem DRK-Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda e. V., Bildungs- und Weiterbildungsträgern wie der Euro-Akademie Jena, des Universitätsklinikums sowie der Stadtverwaltung. Die Moderation erfolgte durch die Fachstelle Interkulturelle Öffnung des Regionalverband Mitte-West-Thüringen e.V. der AWO.

Deutlich wurde, dass sich Qualität und Quantität der Angebote und Strukturen im Pflege- und Gesundheitssektor überhaupt nur noch mit internationalen Fachkräften aufrechterhalten lassen. 

Kathleen Lützkendorf, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima, betont: »Das Echo auf unsere Einladung zeigt, dass es bei diesem Thema großen Bedarf für Vernetzung und Unterstützung gibt. Herausforderungen gibt es u.a. beim Anerkennungsprozess, bei der Suche nach erschwinglichem Wohnraum oder bei der Kontaktaufnahme in Richtung Communities und Stadtgesellschaft. Viele Stellschrauben liegen allerdings auf Landesebene: Hier werden wir das Gespräch suchen und gleichzeitig alle Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort ausschöpfen.«

Wilfried Röpke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena, ergänzt: »Die Gesundheits- und Pflegewirtschaft hat für Jena eine große Bedeutung, sowohl als Arbeitgeberin als auch für die Versorgung der Menschen vor Ort und in der Region. Viele Einrichtungen stehen bereits heute vor der Herausforderung, offene Stellen zu besetzen. Internationale Fachkräfte sind deshalb ein wichtiger Baustein, um die Gesundheits- und Pflegeversorgung langfristig zu sichern. Damit dies gelingt, müssen Unternehmen, Einrichtungen und die Stadt gemeinsam an guten Rahmenbedingungen für Ankommen, Arbeiten und Bleiben arbeiten.«

In ihrem Schlusswort kündigten Kathleen Lützkendorf und Wilfried Röpke den Teilnehmenden bereits an, dass das Fachgespräch – in diesem oder einem ähnlichen Format – fortgesetzt werden wird.