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Saaleweg Mittelwiesen: Erster Bauabschnitt kann umgesetzt werden

14.09.2026

Zu Fuß an der Saale entlang, mit dem Rad eine neue Verbindung nutzen und dabei den Knotenpunkt Keßlerstraße/Lobedaer Straße umfahren: Das soll künftig auf dem ersten Abschnitt des Saalewegs Mittelwiesen bei Burgau möglich sein. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat dafür die Entwurfsplanung bestätigt. Damit kann die Stadt Jena die nächsten Planungsschritte einleiten und die Umsetzung für 2027 vorbereiten. Die dafür benötigten Fördermittel sind bereits bewilligt.

Ursprünglich wollte die Stadt beide Bauabschnitte gemeinsam umsetzen. Für den zweiten Abschnitt sind jedoch noch nicht alle Grundstücke verfügbar. Außerdem müssen weitere Untersuchungen durchgeführt und möglicherweise ein Genehmigungsverfahren durchlaufen werden.

„Wir sind beim Thema Saaleweg weit vorangeschritten es macht inhaltlich wie finanziell derzeit wenig Sinn nun zu stoppen. Mit dem ersten Abschnitt schaffen wir eine neue Verbindung für den Fuß- und Radverkehr, entlasten den Knotenpunkt Keßlerstraße und sichern gleichzeitig die bereits bewilligten Fördermittel. Den zweiten Bauabschnitt behalten wir weiter im Blick und wägen die weiteren Schritte bedarfsgerecht mit Blick auf die Bedürfnisse der Bürger ab“, sagt Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt.

Umsetzung sichert Fördermittel

Der erste Teil des Saalewegs wird an das bestehende Wegenetz angeschlossen und kann damit auch unabhängig vom zweiten Bauabschnitt genutzt werden. Er schafft eine neue Verbindung für den Fuß- und Radverkehr und bietet eine Alternative zum Knotenpunkt Keßlerstraße/Lobedaer Straße. Der Saaleweg ist deshalb sowohl im Rahmenplan Saale als auch im Radverkehrskonzept der Stadt Jena vorgesehen.

Für Planung, Gutachten und eine bereits umgesetzte naturschutzfachliche Maßnahme hat die Stadt bisher rund 240.000 Euro investiert, davon rund 178.900 Euro aus Fördermitteln. Bei einem Abbruch des Projekts müssten diese Fördermittel einschließlich rund 11.700 Euro Zinsen zurückgezahlt werden. Für den Bau des ersten Abschnitts werden zusätzlich rund 220.000 Euro benötigt.

So geht es weiter

Mit der bestätigten Entwurfsplanung kann die Stadt jetzt die Ausführungsplanung vorantreiben und die Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereiten. Die Kosten wurden gegenüber der ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2025 an die gestiegenen Baupreise angepasst.

Auch die Anforderungen des Naturschutzes wurden in der Planung berücksichtigt. Die Wegeführung wurde unter anderem so angepasst, dass vorhandene Bäume möglichst geschützt werden. Notwendige vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen wurden bereits teilweise umgesetzt.

Zweiter Bauabschnitt bleibt im Blick

Parallel bereitet die Stadt den zweiten Bauabschnitt weiter vor. Dafür müssen noch Grundstücksfragen geklärt, Untersuchungen durchgeführt und das erforderliche Genehmigungsverfahren festgelegt werden. Anschließend soll eine Förderung für den zweiten Abschnitt beantragt werden. Ziel bleibt die Fortsetzung des Saalewegs.