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Sonnenenergie vom eigenen Dach: Jena informiert zu Photovoltaik-Potenzialen

26.06.2026

Die Stadt Jena beteiligt sich gemeinsam mit mehreren Thüringer Landkreisen, der Universität Erfurt und der Thüringer Landesenergieagentur ThEGA an der Informationskampagne „Solar Empowerment 2.0“. Ziel des Projektes ist es, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer auf das Potenzial von Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern aufmerksam zu machen und den Ausbau erneuerbarer Energien im privaten Gebäudebestand zu unterstützen.

Ab Ende Juni erhalten über einen Zeitraum von rund zwei Monaten ausgewählte Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern in Jena ein Informationsschreiben mit individuellen Einschätzungen zum Photovoltaik-Potenzial ihres Gebäudes.

„Die Energiewende gelingt nicht allein durch große Infrastrukturprojekte – sie beginnt auch auf den Dächern unserer Stadt. Viele Gebäude in Jena bieten großes Potenzial für die Nutzung von Solarenergie. Mit dieser Kampagne wollen wir Bürgerinnen und Bürgern eine niedrigschwellige Orientierung bieten und sie ermutigen, die Möglichkeiten für das eigene Zuhause zu prüfen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Nitzsche der Stadt Jena.

Erste Orientierung für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer

Die Anschreiben enthalten unter anderem Abschätzungen zur möglichen Stromerzeugung, zu Investitionskosten, zur Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage sowie zur möglichen CO₂-Einsparung. Die Informationen dienen als erste Orientierung und ersetzen keine individuelle Fachplanung oder konkrete Angebote durch Fachbetriebe.

Mit dem Schreiben sind keinerlei Verpflichtungen verbunden. Es handelt sich um ein kostenloses und unverbindliches Informationsangebot, das Eigentümerinnen und Eigentümern eine unabhängige Grundlage für mögliche weitere Entscheidungen bieten soll.

„Photovoltaik bietet die Chance, Klimaschutz und wirtschaftliche Vorteile miteinander zu verbinden. Viele Menschen interessieren sich grundsätzlich für eine Solaranlage, wissen aber nicht, ob sich diese für das eigene Gebäude eignet. Genau hier setzt die Kampagne an und schafft einen einfachen Einstieg in das Thema“, erklärt Kathleen Lützkendorf, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima.

Kostenlose Beratung während der Kampagne

Während des Kampagnenzeitraums können angeschriebene Eigentümerinnen und Eigentümer zudem eine kostenlose persönliche Beratung über eine eigens eingerichtete Solarhotline in Anspruch nehmen. Die Kontaktdaten werden direkt im Anschreiben mitgeteilt.

Da nur eine begrenzte Zahl von Eigentümerinnen und Eigentümern direkt angeschrieben werden kann, bedeutet ein ausbleibender Brief nicht automatisch, dass ein Gebäude ungeeignet für Photovoltaik ist.

Interessierte können die grundsätzliche Eignung ihres Daches unabhängig von der Kampagne kostenfrei über den Thüringer Solarrechner prüfen. Darüber hinaus bietet die Klimaschutzagentur Jena kostenfreie Beratungen unter anderem zu energetischen Sanierungen von Gebäuden sowie zu passenden Förderprogrammen an.

Erfolgreiches Modellprojekt als Grundlage

Die Kampagne baut auf den Erfahrungen des Pilotprojektes „Solar Empowerment“ auf, das 2023 in Weimar durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass eine direkte Ansprache dazu beitragen kann, das Interesse an Photovoltaik zu steigern und Investitionen in erneuerbare Energien anzustoßen.