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Strategieprozess „Jena 2035“ wird weiterentwickelt

06.07.2026

Der Strategieprozess „Jena 2035“ geht in die nächste Phase. Nachdem das neu eingerichtete Strategie-Board im Frühjahr seine Arbeit aufgenommen hat, wurde das Gremium nun auch offiziell durch den Stadtrat bestätigt. Gleichzeitig wird der Prozess erweitert: Neben der Entwicklung strategischer Ziele für die Stadt soll nun zunächst eine gemeinsame Zukunftsvision für Jena entstehen – gemeinsam mit Expertinnen und Experten, Politik, Verwaltung und anschließend auch der Stadtgesellschaft. Mit einer entsprechenden Beschlussvorlage für die jüngste Stadtratssitzung schlug Oberbürgermeister Thomas Nitzsche dem Stadtrat vor, das Strategie-Board offiziell als beratendes Gremium für den Strategieprozess einzurichten und die nächsten Schritte festzulegen.

Eine gemeinsame Vision für Jena 2035

Seit Beginn der 2020er Jahre haben sich die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Städte deutlich verändert. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Stadt Jena an einer Fortschreibung ihrer bisherigen Strategie „Jena 2030“.

Ziel des Strategieprozesses ist es, eine neue strategische Orientierung für die Entwicklung Jenas bis zum Jahr 2035 zu schaffen. Bestehende Fachstrategien und Konzepte sollen dabei stärker miteinander verknüpft und auf gemeinsame Prioritäten ausgerichtet werden.

„Die Herausforderungen der kommenden Jahre lassen sich nicht mehr isoliert betrachten. Wir brauchen einen gemeinsamen strategischen Rahmen, der Orientierung gibt und zugleich hilft, die begrenzten finanziellen Ressourcen dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten“, sagt Oberbürgermeister Thomas Nitzsche.

Strategie-Board bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen

Bereits am 13.03.2026 trat das Strategie-Board erstmals im Historischen Rathaus zusammen. Inzwischen haben drei Sitzungen stattgefunden, die von einem intensiven fachlichen Austausch geprägt waren.

Das temporäre Gremium besteht aus insgesamt 26 Mitgliedern:

  • 14 Vertreterinnen und Vertretern aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft
  • sieben Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen sowie
  • dem Oberbürgermeister und den vier Dezernenten.

Das Strategie-Board hat keine Entscheidungsbefugnis. Es versteht sich vielmehr als Beratungsgremium, das Ideen reflektiert, unterschiedliche Perspektiven zusammenführt und Impulse für die politische Entscheidungsfindung entwickelt. Die Beschlussfassung bleibt weiterhin dem Stadtrat vorbehalten.

Strategieprozess wird erweitert

In den bisherigen Beratungen hat sich gezeigt, dass der Prozess noch stärker auf die gesamte Stadtgesellschaft ausgerichtet werden sollte.

Daher soll zunächst eine gemeinsame Vision für die Stadt Jena im Jahr 2035 entwickelt werden. Erst auf dieser Grundlage werden anschließend strategische Oberziele und konkrete Handlungsschwerpunkte erarbeitet.

„Uns geht es nicht mehr nur um eine Strategie für die Stadtverwaltung, sondern um eine gemeinsame Perspektive für die gesamte Stadt. Dafür brauchen wir unterschiedliche Blickwinkel und einen offenen Dialog“, so Nitzsche.

Bis voraussichtlich Ende des Jahres wird das Strategie-Board daher weitere Sitzungen durchführen und an einer gemeinsamen Zukunftsvision arbeiten.

Bürgerbeteiligung wird Bestandteil des Prozesses

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die geplante Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Die im Strategie-Board entwickelte Zukunftsvision soll zunächst in geeigneten Beteiligungsformaten öffentlich diskutiert werden. Die Ergebnisse fließen anschließend in den Strategierahmen ein, der dem Stadtrat voraussichtlich im ersten Quartal 2027 zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

„Eine langfristige Strategie kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie breit getragen wird. Deshalb wollen wir die Menschen in Jena bewusst in diesen Prozess einbeziehen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Nitzsche.

Strategie und Finanzplanung künftig enger verzahnen

Parallel zur inhaltlichen Strategie arbeitet die Stadtverwaltung an einer Finanzstrategie, die dem Stadtrat bis September 2026 vorgelegt werden soll.

Sie soll künftig transparent beschreiben, wie die verfügbaren finanziellen Mittel an den strategischen Prioritäten der Stadt ausgerichtet werden können. Ziel ist es, strategische Entscheidungen und Haushaltsplanung künftig noch enger miteinander zu verbinden und Investitionen nachvollziehbar zu priorisieren.

Mit dem Strategieprozess „Jena 2035“ schafft die Stadt Jena damit die Grundlage für eine langfristige, transparente und finanziell tragfähige Entwicklung der Stadt.

Die bestätigten Mitglieder des temporären Strategie-Boards sind:

Liste der bestätigten Mitglieder des temporären Strategie-Boards
Bestätigte Mitglieder des temporären Strategie-Boards