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Weiße Blusen für Frauenrechte und Gewaltfreiheit

24.03.2026

Von Altenburg bis Nordhausen: Die Thüringer Gleichstellungsbeauftragten haben gemeinsam mit der Landesgleichstellungsbeauftragten Nadja Sthamer die kraftvolle Botschaft von „WOMEN IN THE DARK – aufruhr des schweigens“ nach ganz Thüringen gebracht. 

In der Kunsthalle Erfurt zeigt die Schweizer Künstlerin Franziska Greber ein internationales, transdisziplinäres und partizipatives Kunstprojekt, das die oft unsichtbaren Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen greifbar macht. 690 Frauen aus zwölf deutschen Bundesländern schrieben ihre Erlebnisse mit rotem Permanentstift auf weiße Blusen, die in der Kunsthalle Erfurt eine raumgreifende begehbare Installation ergeben.

In weißen Blusen, die symbolisch Gewaltfreiheit verkörpern, und mit den Namen ihrer Städte und Kreise, haben die Gleichstellungsbeauftragten gestern die Botschaft des eindrucksvollen Kunstwerks aus der Kunsthalle Erfurt in den Freistaat getragen. Damit positionieren sie sich solidarisch an der Seite von Betroffenen. 

Dr. Kerstin Haupt, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jena: 

„Die Botschaft ist: Keine häusliche Gewalt und Diskriminierung von Frauen in Thüringen – und nirgendwo sonst. Weder analog noch digital. Frauen und ihre Geschichten müssen sichtbar sein. Sie müssen aus dem Dunkel des Verheimlichens und Nichtbeachtens ins Licht kommen. Ein Leben ohne Gewalt ist Grundrecht. Wir rufen die Gesellschaft auf, wach zu werden und dies nicht länger hinzunehmen. Wir ermutigen Opfer und ihr Umfeld: Nutzen Sie die Anlaufstellen, um sicher aus Gewalt zu kommen. Uns geht es um ein Thüringen, in dem wir uns nicht verletzen – sondern schützen, stärken und verbinden. Das macht ein lebenswertes und sicheres Thüringen aus – auch dafür tragen wir heute Weiß.“

Die Gleichstellungsbeauftragten danken allen Frauen, die mit ihrem Mut und ihrer Kraft Teil dieses Kunstprojektes geworden sind und somit Leid, Angst, Qual, aber auch Hoffnung und Kraft ins Licht bringen. Auch an sie übermitteln sie ihr Wirken für Schutz und Hoffnung und den Aufruf durch Thüringen, Gewalt und Diskriminierung und sich selbst als Frauen ins Licht zu bringen. Deutschlandweit werden nur etwa fünf Prozent der Fälle häuslicher Gewalt angezeigt. 

„Danke an alle, die, wie Collien Fernandez und all die Frauen hier in der Ausstellung, mit Mut und Kraft ihre persönliche Betroffenheit ins Licht bringen. Sie geben der Gewaltschutz-Bewegung Vorschub und weiter den Auftrag, die Istanbul-Konvention umzusetzen und weiter vorzugehen gegen häusliche Gewalt, digitale Gewalt gegen Frauen, Männer, gegen alle Menschen. Dafür begrüßen wir als Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Thüringen die Ankündigungen von Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig für weitergehende gesetzliche Regelungen",

 so Kerstin Haupt. 

Die Beauftragten danken zudem der Kunsthalle in Erfurt, dass auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Landesgleichstellungsbeauftragten die Ausstellung in Kooperation zustande kommen konnte und der Künstlerin für diese höchst emotionale, kraftvolle Kunstkampagne.

Über das Projekt:

„WOMEN IN THE DARK – aufruhr des schweigens“ ist ein Kooperationsprojekt der Kunsthalle Erfurt mit der Schweizer Künstlerin Franziska Greber und der Thüringer Landesgleichstellungsbeauftragten.

Das internationale, transdisziplinäre und partizipative Kunstprojekt macht die oft unsichtbaren Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt greifbar. Die Ausstellung ist Bestandteil des Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Thüringen. Sie möchte die Öffentlichkeit sensibilisieren und Betroffenen Mut machen, ihr Schweigen zu brechen. 

  • Ausstellungszeitraum: Bis zum 31.05.2026
    Dienstag – Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr (auch feiertags)
    Donnerstag von 11:00 bis 22:00 Uhr (auch feiertags)
  • Ort: Kunsthalle Erfurt, Fischmarkt 7, 99084 Erfurt

Hilfe – vertraulich und kostenfrei

 

Gruppenfoto
Mit weißen Blusen setzen die Thüringer Gleichstellungsbeauftragten ein Zeichen für Frauenrechte