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Mehr Unterstützung für Ersthelfende

28.07.2026

Eine neue Funktion der Feuerwehr App FRIEDA erleichtert Ersthelferinnen und Ersthelfern nach einem Einsatz den Zugang zu Informationen der gesetzlichen Unfallversicherung. Der neue Button der Unfallkasse Thüringen wurde heute bei einem gemeinsamen Pressetermin an der Saale in Jena vorgestellt. Der Pressetermin wurde vom Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung, der Unfallkasse Thüringen und der Thüringer Staatskanzlei gemeinsam organisiert. Die Stadt Jena unterstützte die Vorstellung mit Personal und Einsatztechnik und setzte mit Feuerwehr und Rettungsdienst ein realitätsnahes Wasserrettungsszenario um.

Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe erklärt: „Wer in einer Notsituation eingreift, übernimmt Verantwortung und überbrückt oft die entscheidenden Minuten, bis Feuerwehr und Rettungsdienst eintreffen. Dafür verdienen Ersthelfer unsere ausdrückliche Anerkennung. Ebenso wichtig ist, dass sie nach einer Hilfeleistung schnell erfahren, welche Unterstützung ihnen zusteht und an wen sie sich wenden können, wenn sie sich verletzt haben oder persönliche Gegenstände beschädigt wurden. Das neue Angebot schafft hier mehr Klarheit und erleichtert den Zugang zur gesetzlichen Unfallversicherung.“

An der Vorstellung nahmen unter anderem Andreas Bausewein, Staatssekretär für Kommunales und Landesentwicklung im Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung, Sabine Dexheimer, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen, sowie Benjamin Koppe, Bürgermeister und Sicherheitsdezernent der Stadt Jena, teil. Ebenfalls vor Ort waren Vertreterinnen und Vertreter weiterer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Über den neuen UKT-Button können Einsatzkräfte Ersthelferinnen und Ersthelfer unmittelbar auf die zuständige Unfallkasse und deren Leistungen hinweisen. Das ist insbesondere dann relevant, wenn sich Menschen bei einer Hilfeleistung verletzen oder persönliche Gegenstände beschädigt werden. Die Informationen können direkt an der Einsatzstelle aufgerufen und gemeinsam besprochen werden.

Wasserrettung zeigt die Anwendung in der Praxis

Wie das neue Angebot in einer konkreten Einsatzsituation genutzt werden kann, demonstrierten Feuerwehr Jena, Rettungsdienst und Landespolizei anhand eines Wasserrettungsszenarios. Ein Passant rettete eine Person aus der Saale und leistete Erste Hilfe. Feuerwehr und Rettungsdienst übernahmen anschließend die weitere Rettung und medizinische Versorgung. Bei der Hilfeleistung zog sich der Ersthelfer eine leichte Verletzung zu. Zudem wurden seine Kleidung und sein Mobiltelefon durch das Wasser beschädigt. Die Einsatzkräfte zeigten im Anschluss, wie die Informationen der Unfallkasse Thüringen aufgerufen, zuständige Ansprechpersonen gefunden und die weiteren Schritte erläutert werden können.

Damit wird nicht nur die eigentliche Rettung abgebildet. Das Szenario zeigt auch, wie Ersthelferinnen und Ersthelfer nach ihrem Einsatz gezielt über ihren Versicherungsschutz und mögliche Leistungen informiert werden können.

Hintergrund zur FRIEDA App

FRIEDA steht für Feuerwehr, Rettung, Information und Einsatzdaten App. Die Anwendung unterstützt die Thüringer Feuerwehren seit Anfang 2022 mit wichtigen Informationen für den Einsatz. Dazu gehören unter anderem Rettungsdatenblätter für Fahrzeuge, Informationen zu Gefahrstoffen, digitale Karten und Funktionen zur Atemschutzüberwachung. 

Mehrere Menschen stehen vor der Saale und schauen in die Kamera.
Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Innenministeriums, der Unfallkasse Thüringen, der Stadt Jena sowie der beteiligten Einsatzkräfte nach der Vorstellung des neuen UKT-Buttons in der FRIEDA-App und dem Wasserrettungsszenario an der Saale.