Solarquartier an der Saalbahnhofstraße
Für die Entwicklung des geplanten Solarquartiers an der Saalbahnhofstraße startet ab 19.01.2026 die öffentliche Auslegung. Am 22.01.2026 ist zudem eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger geplant.
Öffentliche Auslegung und Beteiligung
Der Planentwurf, die Begründung und die Fachgutachten werden ab 19.1.2026 bis Ende Februar 2026 online abrufbar sein unter www.jena.de, Rubrik Rathaus und Service, → ‚Rathaus‘ → ‚Stadtverwaltung‘ → ‚Ausschreibungen & Auslegungen‘. Zusätzlich liegen die Unterlagen im Fachdienst Stadtplanung aus, Anger 26, 07743 Jena. Parallel erfolgt die Beteiligung der Fachbehörden.
Die Informationsveranstaltung findet am 22.01.2026, 18 Uhr, im Raum 00_01 Lutherplatz 3 statt. Das Projektteam, bestehend aus Vertretern des Vorhabenträgers, der Architekten und Fachgutachter zu den Themen Verkehr, Klima und Verschattung sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung stellen das Projekt vor und stehen für Fragen zur Verfügung.
Bereits im Frühjahr 2023 hatten Bürgerinnen und Bürger sowie Behörden Gelegenheit, sich frühzeitig einzubringen. 18 Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit und 31 Rückmeldungen von Trägern öffentlicher Belange flossen in die Überarbeitung ein. Der qualifizierte Entwurf reagiert nun stärker auf Hinweise zu Stadtbild, Verkehr und Klimaresilienz.
Urbanes Quartier mit Grünfokus
Das Areal zwischen Damenviertel, Am Anger und Spittelplatz soll zu einem modernen Wohnquartier mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss und einem breiten Wohnungsmix entwickelt werden. Ein markanter Hochpunkt am Spittelplatz stärkt die städtebauliche Eingangssituation des Quartiers.
Zentraler Baustein ist ein begrünter Quartiersplatz mit rund zehn Bäumen – als neuer Aufenthaltsort für Anwohnerinnen und Anwohner. Umfangreiche Dachbegrünungen verbessern zusätzlich das Mikroklima und schaffen grüne Rückzugsräume in zweiter Ebene.
Nutzungskonzept angepasst: Fokus auf barrierefreie Kleinwohnungen
Die ursprünglich vorgesehene Nutzung im Erdgeschoss – Tagespflege und betreutes Wohnen – kann aufgrund eines Betreiber-Rückzugs nicht realisiert werden, da sich trotz intensiver Suche kein Ersatz fand. Stattdessen sieht der Entwurf nun rund 70 kleine barrierefreie Wohneinheiten vor, die wohnortnahes, seniorengerechtes Wohnen im innerstädtischen Umfeld ermöglichen sollen.
Mobilität und Energie: Blick auf die Zukunft
Die Planungen setzen auf nachhaltige Mobilitätsangebote. Neben einer eingeschossigen Tiefgarage sind vier Carsharing-Stellplätze vorgesehen. Die Gebäudehülle ist so konzipiert, dass Photovoltaikmodule problemlos integriert werden können. Helle Fassaden und holzfarbene Akzente sorgen für eine moderne Optik und unterstützen das energetische Gesamtkonzept.