Stadt Jena erhält Zertifikat „Stillfreundliche Kommune Thüringen“
Im Rahmen einer feierlichen Übergabe hat Gesundheitsministerin Katharina Schenk der Stadt Jena das Zertifikat „Stillfreundliche Kommune“ überreicht. Damit hat Jena als zweite Kommune erfolgreich das Zertifizierungsverfahren abgeschlossen und darf das offizielle Label „Stillfreundliche Kommune Thüringen“ für die Außendarstellung und Öffentlichkeitsarbeit nutzen.
Gesundheitsministerin Katharina Schenk erklärt: „Stillen sollte überall dort möglich sein, wo Familien ihren Alltag verbringen – selbstverständlich, ohne Rechtfertigungsdruck und ohne dass Mütter dafür besondere Hürden überwinden müssen. Kommunen können dazu ganz konkret beitragen: mit geeigneten Stillorten, gut informierten Beschäftigten und verlässlichen Unterstützungsangeboten. Dass Jena sich auf den Weg gemacht und die Kriterien für das Label erfüllt hat, ist ein wichtiges Signal für mehr Familienfreundlichkeit und eine gesundheitsfördernde Umgebung. Ich freue mich sehr, Jena heute als ‚Stillfreundliche Kommune‘ auszeichnen zu können.“
Jena verfügt bereits über ein breites Netzwerk an Angeboten für Schwangere, Eltern und junge Familien. Dazu gehören die Frühen Hilfen ebenso wie zahlreiche öffentlich zugängliche Still- und Wickelorte im gesamten Stadtgebiet. Die „Babymap Jena“ (https://familie-jugend-soziales.jena.de/system/files/2026-02/Babymap%2001%202026_0.pdf) bündelt diese Angebote und macht auf einen Blick sichtbar, wo Familien besonders willkommen sind und geeignete Möglichkeiten zum Stillen und Wickeln finden. Ergänzt wird dieses Angebot durch Beratungs- und Unterstützungsangebote verschiedener Einrichtungen und Fachkräfte.
Johannes Schleussner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Jena, freut sich über die Auszeichnung: „Familienfreundlichkeit muss im Alltag spürbar sein. Mit unseren Frühen Hilfen begleiten wir Familien von Anfang an und sorgen gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern dafür, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Dazu gehört auch, dass Eltern mit ihren Kindern im öffentlichen Raum willkommen sind. Die vielen Still- und Wickelorte in Jena sind dafür ein ganz lebensnahes und unmittelbar wirksames Beispiel.“
Kathleen Lützkendorf, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima der Stadt Jena, ergänzt: „Stillende Mütter brauchen vor allem eines: gute Bedingungen und die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann und wo sie ihr Kind stillen möchten. In Jena gibt es dafür bereits ein breites Netz an Stillorten sowie Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Die Zertifizierung bestätigt diesen Weg und motiviert uns zugleich, Familienfreundlichkeit weiter selbstverständlich im öffentlichen Leben zu verankern.“
Die Einrichtung weiterer Still- und Wickelorte in Jena ist ausdrücklich erwünscht. Eltern sowie Interessierte können sich auf der Webseite https://familie-jugend-soziales.jena.de/de/stillfreundliche-kommune informieren.
Hintergrund
Das Zertifikat „Stillfreundliche Kommune Thüringen“ wurde 2024 in Zusammenarbeit zwischen dem Thüringer Gesundheitsministerium und der Landesgesundheitskonferenz Thüringen entwickelt, um Stillförderung als Teil kommunaler Gesundheitsförderung zu stärken. Um dieses Label zu erhalten, müssen sieben festgeschriebene Kriterien erfüllt werden. Unter anderem sind öffentliche Stillorte sowie entsprechende Informations- und Unterstützungsangebote für (werdende) Mütter und Familien vorzuhalten. Ende 2024 war das Label bereits der Landeshauptstadt Erfurt verliehen worden.
Für Jena setzt die Zertifizierung die Selbstverpflichtung aus dem Gesunde Städte-Netzwerk um, dem die Stadt seit 2024 angehört. Zugleich ist sie ein Baustein der Jenaer Präventionskette, an deren Anfang die Frühen Hilfen und ein gesunder Start ins Leben stehen.
Alle Unterlagen, Kontaktdaten zu Ansprechpersonen und weiterführende Informationen zum Zertifizierungsverfahren als „Stillfreundliche Kommune“ finden interessierte Kommunalakteure auf der Homepage der Landesgesundheitskonferenz Thüringen:
https://lgk-thueringen.de/stillfreundliche-kommune-thueringen