Werner Systemgastronomie mit i-work 2026 ausgezeichnet
Sieben Unternehmen hatten sich beworben, nun steht der Sieger fest: Werner Systemgastronomie heißt der Preisträger des i-work 2026. Mit dem Wettbewerb würdigt JenaWirtschaft Unternehmen aus Jena und Region, die interkulturelle Vielfalt im Team verankern und aktiv leben.
Bei Werner Systemgastronomie Jena – Franchisenehmer für mehrere McDonalds-Restaurants in Jena und Umgebung – gehört internationale Vielfalt fest zum Arbeitsalltag: Rund 45 Prozent der Mitarbeitenden in den Restaurants haben eine internationale Herkunft, in einzelnen Teams arbeiten Menschen aus bis zu 14 Nationen zusammen. Damit aus Vielfalt ein gutes Miteinander wird, gestaltet das Unternehmen Integration aktiv. Es bietet kostenlose Deutschkurse an, unterstützt neue Mitarbeitende bei Behördengängen, Wohnungssuche, Kontoeröffnung oder der Wahl der Krankenkasse. Bei Bedarf stellt es auch eingerichteten Wohnraum bereit. Ein strukturiertes Onboarding, feste Ansprechpersonen und eine mehrsprachig zugängliche, anonyme Vertrauensstelle ergänzen die Unterstützung.
Integration, die im Alltag ankommt
Besonders intensiv begleitet das Unternehmen seine internationalen Auszubildenden. Erfahrene Mitarbeitende stehen ihnen als „Buddys“ für alle Fragen zur Seite. Einmal im Monat erhalten die Azubis einen zusätzlichen Arbeitstag, damit sie lernen und sich auf Prüfungen vorbereiten können. HR-Managerin Romy Ast hält engen persönlichen Kontakt und besucht die Auszubildenden regelmäßig in den Restaurants. Gleichzeitig setzt sich das Unternehmen aktiv mit kulturellen Unterschieden auseinander. Missverständnisse und Konflikte werden offen angesprochen und gemeinsam bearbeitet.
„Wer aus einem anderen Land zu uns kommt, braucht am Anfang oft Unterstützung bei Dingen, die weit über den eigentlichen Arbeitsplatz hinausgehen. Wir wollen ansprechbar sein und gemeinsam Lösungen finden – egal ob es um Sprache, eine Wohnung, Behördentermine oder die Ausbildung geht“,
so HR-Managerin Romy Ast.
„Genauso wichtig ist uns aber, kulturelle Unterschiede offen anzusprechen. Integration funktioniert für uns dann, wenn wir einander verstehen lernen und alle ihren Platz im Team finden.
Für Geschäftsführer Boris Werner zeigt sich der Erfolg dieses Ansatzes vor allem in der langfristigen Zusammenarbeit:
„Unsere Teams leben davon, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen gut zusammenarbeiten. Dafür braucht es Offenheit, aber auch Zeit, Verlässlichkeit und klare Strukturen. Wenn Mitarbeitende uns weiterempfehlen und neue Kolleginnen und Kollegen über persönliche Kontakte zu uns finden, ist das für uns ein starkes Zeichen, dass dieser Ansatz funktioniert.“
Praxisnahes Engagement mit langfristiger Wirkung
Mit diesem umfassenden und sehr praxisnahen Engagement überzeugte Werner Systemgastronomie Jena die Jury und erhält den i-work Unternehmenspreis 2026. Dass viele neue Mitarbeitende inzwischen über persönliche Empfehlungen aus den eigenen Teams zum Unternehmen kommen, zeigt, dass dieses Engagement auch langfristig wirkt. Aus aktiver Integrationsarbeit entsteht so Vertrauen, Bindung, und ein starkes Netzwerk.
Für das Gewinner-Unternehmen gibt es neben der klassischen Urkunde und einem Pokal außerdem ein 1-zu-1-Coaching, um die eigenen interkulturellen Kompetenzen mit externer Begleitung noch gezielter weiterzuentwickeln.
Impulse und Austausch über den Wettbewerb hinaus
Grund zu feiern hat aber nicht nur das Team von Werner Systemgastronomie. Auch alle anderen Bewerber nehmen einen handfesten Mehrwert mit: Alle Unternehmen erhalten einen Gutschein für einen interkulturellen Workshop, der bei den nächsten Entwicklungsschritten unterstützt und auch den Austausch innerhalb der i-work Community weiter stärkt.
Dafür setzt JenaWirtschaft auf die Zusammenarbeit mit einem starken Kooperationspartner:
„Erstmals verleihen wir den diesjährigen i-work Unternehmenspreis im Rahmen der International Business Lounge in Kooperation mit der BARMER “,
so Projektleiterin Cornelia Meyerrose.
„Dieses Format für interkulturell aktive Unternehmen bietet der lokalen und regionalen Wirtschaft die ideale Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Impulse aus der internationalen Community mitzunehmen.“
BARMER-Regionalgeschäftsführerin Maria Alletsee ist das ein wichtiges Anliegen:
„Wir als BARMER setzen uns für interkulturelle Vielfalt in den regionalen Unternehmen ein und unterstützen Firmen beim Onboarding und der Integration neuer Beschäftigter. Vielfalt schafft unterschiedliche Perspektiven, stärkt Teams und kann Innovation fördern. Gleichzeitig trägt eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur zu Gesundheit, Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung bei.“
Es sei entscheidend, dass sowohl die Beschäftigten als auch das Unternehmen von dieser Vielfalt profitieren.
Gelebte Vielfalt stärkt den Standort Jena
Über die Vielfalt der bewerbenden Unternehmen, aber auch die Vielfalt in den Teams freut sich auch der Schirmherr des i-work, der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche.
„Internationalität gehört zur DNA unserer Stadt. Unsere Unternehmen brauchen Menschen aus aller Welt, um innovativ und erfolgreich zu bleiben. Gleichzeitig bringen internationale Mitarbeitende neue Perspektiven, Erfahrungen und Ideen nach Jena und bereichern damit unsere gesamte Stadtgesellschaft. Deshalb ist gelebte Vielfalt mehr als ein Plus für einzelne Unternehmen: Sie macht Jena als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Lebensstandort zukunftsfähig.“
Folgende Unternehmen hatten sich 2026 um den i-work Interkulturellen Unternehmenspreis für Jena und Region beworben:
- Accenture (Standort Jena)
- Active Fiber Systems GmbH
- Asklepios Fachklinikum Stadtroda
- GÖPEL electronic GmbH
- SOMAG AG
- VITROMED GmbH
- Werner Systemgastronomie Jena GmbH
Hintergrund:
Der i-work – Interkultureller Unternehmenspreis für Jena und die Region – zeichnet seit 2017 Unternehmen aus, die internationale Fachkräfte erfolgreich integrieren und interkulturelle Vielfalt aktiv gestalten. Vergeben wird er von der Wirtschaftsförderung Jena (JenaWirtschaft). Gesucht werden gute Beispiele aus der Praxis, die zeigen, wie internationale Teams zum Erfolg beitragen. Egal ob global aufgestelltes Unternehmen oder ein kleinerer Betrieb am Anfang dieses Weges: alle Unternehmen aus Jena und Region können teilnehmen. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche.
Die Preisverleihung 2026 fand am 09.09.2026 im Scala statt und war eingebettet in ein umfangreiches Begleitprogramm mit interkulturell aktiven Speaker:innen. Alle interessierten Unternehmen konnten vor Ort neue Ideen für die eigene Arbeit mitnehmen, sich zu den Themen interkulturelle Führung und Willkommenskultur austauschen.